Eine legendäre Satire über das Leben im Sozialismus – dazu ein ehrlicher Alltagsweißer.

Tanú (“Zeuge”) ist eine legendäre satirische dunkle Komödie, die sich über die dunkelsten Jahre des ungarischen Kommunismus lustig macht. Der Film drehte sich um einen gewöhnlichen Mann („Genosse Pelikan“), der aufgrund einer Reihe von Umständen durch die surreale Welt des kommunistischen Staatssystems navigieren muss, und aufgrund scheinbar völlig zufälliger Ereignisse ständig in Schwierigkeiten gerät oder vom System befördert wird.

Der Film wurde 1969 gedreht und aufgrund seiner Karikatur des Systems sofort verboten. Es wurde erst über ein Jahrzehnt später veröffentlicht, wurde aber schnell zu einem Phänomen. Noch heute kennen die meisten Ungarn viele ihrer Linien auswendig. Viele seiner Dialoge und Ausdrucksformen sind zu kulturellen Referenzen geworden und es ist in vielerlei Hinsicht immer noch eine relevante Darstellung der ungarischen Gesellschaft.

Und der passende Wein? Ein bodenständiger, ehrlicher Alltagsweißwein, den die Figuren des Films damals hätten trinken können und heute noch genießen würden: ein knuspriger und erfrischender Olaszrizling vom Nordufer des Balatons. Während die Version des Figula-Weinguts viel moderner, lebendiger und frischer ist als das, was die Leute damals getrunken hätten, sind die knackige, frische Weine dieser Rebsorte ein Standard in der ungarischen Weinszene seit Generationen.

Zum Tag des ungarischen Kinos kann man 20 Tage lang klassische ungarische Filme anschauen, einige mit englischen Untertiteln. Unser Wahl ist Tanú (“Der Zeuge”) eine Satire aus 1969, der nur viele Jahre später erscheinen durfte wegen seiner feine und scharfe Kritik des Systems.

Dazu ein Wein, den es schon damals gab und auch damals wie heute als idealer Alltagswein in Ungarn gilt: ein Olaszrizling vom Figula Weingut am Balaton.

Den Film kann man gleich hier auf Ungarisch mit englischen Untertiteln ansehen:

und den Wein gibt es hier: